12 KI-Agenten für Ende 2026: Von Manus bis Lovart
KI-Agenten für Recherche, Texte, Präsentationen und Bilder: fünf praktisch geprüfte Workflows mit Screenshots und sieben Bewertungen anhand offizieller Quellen.
Ein nützlicher KI-Agent sollte etwas hinterlassen, mit dem sich weiterarbeiten lässt: einen Bericht mit Quellen, einen bearbeitbaren Artikel, eine Präsentation, ein Bild oder eine erledigte Routineaufgabe. Interessant wird es bei der nächsten Anweisung: Ändere nur dieses eine Detail. Bleiben die Fakten korrekt, bleibt die Gestaltung erhalten, und lässt sich das Ergebnis tatsächlich mitnehmen?
Für Ende 2026 sind Manus, YouMind, Genspark, Lovart und Ofox konkrete Einstiegspunkte für Recherche, Schreiben, Präsentationen und visuelle Inhalte. Grundlage sind die kleinen Praxistests weiter unten. ChatGPT Work, Claude Cowork, Skywork, Krea Agent, HeyGen Video Agent, invideo Agent und Lindy ergänzen die Auswahl um anwendungsübergreifende Aufgaben, Video und Organisation. Diese sieben beurteilen wir anhand ihrer Dokumentation, nicht anhand eigener Testläufe.
Dies ist eine redaktionelle Auswahl von zwölf Produkten, keine gemessene Beliebtheitsrangliste. Am 21. Oktober 2026 haben wir fünf Workflows geprüft und jeweils eine anschließende Änderung verlangt. Die Aufgaben passten zum jeweiligen Produkt; deshalb vergeben wir weder eine Gesamtpunktzahl über alle Kategorien noch eine Geschwindigkeitsrangfolge. Herausgeber dieses Artikels ist Ofox, das ebenfalls im Vergleich steht. Auch Probleme beim Absenden und Grenzen der Ergebnisse dokumentieren wir. Tests und Text entstanden mit KI-Unterstützung; Browseraufzeichnungen und eine separate Prüfung durch eine weitere KI liegen vor. Eine menschliche Nachprüfung jedes Tests fand nicht statt. Die Screenshots zeigen die tatsächlich verwendeten englischen Oberflächen beziehungsweise die Bildergebnisse.
Die Auswahl: zuerst das gewünschte Ergebnis festlegen
| Agent | Ein möglicher Einstieg für … | Grundlage dieses Artikels | Wichtigste Einschränkung |
|---|---|---|---|
| Manus | Einen recherchierten Vergleich mit Quellenlinks | Recherche und Überarbeitung praktisch geprüft | Ob eine Quelle für die Entscheidung relevant ist, bleibt zu prüfen |
| YouMind | Einen Artikel aus ausgewählten Quellen | Dokument und Überarbeitung praktisch geprüft | Flüssige Formulierungen können mehr behaupten, als Quellen belegen |
| Genspark | Eine gestaltete Präsentation aus einem Briefing | Fünf Folien und Änderung praktisch geprüft | Der Export erforderte in unserer Sitzung einen höheren Tarif |
| Lovart | Ein Plakat oder eine visuelle Idee auf einer Arbeitsfläche | Plakat und Überschriftenänderung praktisch geprüft | Im Motiv erschien eine erfundene Produktgröße |
| OfoxAI | Videos und Bilder erzeugen und alltägliche Arbeitsaufgaben direkt im Gespräch erledigen | Bild und Hintergrundänderung praktisch geprüft | Probleme beim Absenden; genaue Produkttreue nicht belegt |
| ChatGPT Work | Recherche und fertige Arbeitsunterlagen in ChatGPT | Offizielle Dokumentation | Aktuelle Alternative zum früheren Agent-Modus; Zugang variiert |
| Claude Cowork | Aufgaben mit lokalen Dateien und Anwendungen | Offizielle Dokumentation | Passende Desktop-Umgebung und Dateifreigaben erforderlich |
| Skywork | Einen Arbeitsbereich für mehrere Ausgabeformate | Bereits erfasste offizielle Dokumentation | Kein eigener Testlauf für diesen Artikel abgeschlossen |
| Krea Agent | Kreative Varianten für Bild und Video | Offizielle Oberfläche und Produktunterlagen | Vorlagen sind kein eigener Konsistenztest |
| HeyGen Video Agent | Erklär- und Schulungsvideos mit Sprecherfigur | Offizielle Dokumentation | Kein Video gerendert und keine Lippensynchronität geprüft |
| invideo Agent | Videos aus Skript, Bildmaterial und gesprochenem Text | Offizielle Dokumentation | Die verlinkte Agent-Seite beschreibt ausdrücklich Agentspace |
| Lindy | Wiederkehrende Arbeit in Geschäftsanwendungen | Offizielle Dokumentation | Nutzen hängt von Integrationen und Aktionsrechten ab |
Wenn es dir vor allem ums Programmieren geht, lies unseren separaten Vergleich von neun Coding-Agent-Harnesses. Hier geht es um Wissensarbeit und die Erstellung von Inhalten.
1. Manus: Recherche, aus der ein brauchbarer Vergleich entsteht
Grundlage: praktisch geprüft. Mit Manus 2.0 Lite ließen wir HeyGen, Synthesia und invideo für eine allein arbeitende Lehrkraft vergleichen. Das Briefing verlangte offizielle Quellen, eine passende Aufgabe je Tool, Angaben zu Bearbeitung und Export, Avatar- und Sprachfunktionen sowie jeweils eine Einschränkung. Das Ergebnis sollte als englischer Markdown-Text unter 700 Wörtern vorliegen. Preise waren ausgeschlossen; nicht verifizierte Fakten sollten gekennzeichnet werden.
Hilfreich war die Trennung zwischen Bearbeitung innerhalb eines Dienstes und dem Export eines bearbeitbaren Projekts für einen anderen Editor. Der Bericht verlinkte offizielle Quellen direkt und kennzeichnete den Projektdateiexport als nicht verifiziert. Wir lasen den vollständigen Bericht in der Manus-Vorschau. Die Oberfläche bot einen Markdown-Download an, den wir jedoch nicht abschlossen.

Echte Berichtsvorschau, auf den englischen Inhalt zugeschnitten. Geprüft wurde der Rechercheablauf von Manus, nicht die drei Videoprodukte selbst.
Anschließend sollte Manus Zahlen zu Sprachen, Avataren und Stimmen entfernen und die Einschränkung der kostenlosen invideo-Credits durch eine belegte Einschränkung bei Bearbeitung oder Export ersetzen. Das gelang. Als Quelle wählte es eine Seite, auf der gemeinsame Bearbeitung als künftig verfügbare Funktion beschrieben wurde. Genau darin liegt aber auch das Problem: Für eine allein arbeitende Lehrkraft ist Zusammenarbeit kein besonders hilfreiches Auswahlkriterium. Die neue Einschränkung passte formal zur verlangten Kategorie, aber kaum zur konkreten Entscheidung.
Manus kommt infrage, wenn mehrere Quellen zu einem überprüfbaren Vergleich zusammengeführt werden sollen. Gib neben den gewünschten Spalten auch den Entscheidungskontext an. Eine ordentliche Tabelle und gültige Links machen noch nicht jede Zeile nützlich. Einstiegspunkt ist das offizielle Produkt. Unsere Einschätzung beruht auf diesem einen Bericht samt Überarbeitung, nicht auf einer gemessenen Zuverlässigkeitsquote.
2. YouMind: aus einer Quellensammlung einen bearbeitbaren Artikel machen
Grundlage: praktisch geprüft. YouMind ist hier besonders für den Schritt zwischen Materialsammeln und Ausarbeiten eines Textes interessant. Wir gaben zwei konkrete Hilfeseiten vor: HeyGens Exportanleitung und Synthesias Produktübersicht. Gefordert waren eine quellenbasierte Gliederung und anschließend ein bearbeitbarer Artikel mit ungefähr 400 Wörtern. Nur diese Quellen durften verwendet werden, keine Inhalte aus bereits vorhandenen privaten Boards.
Das Ergebnis öffnete sich als Dokument neben dem Gespräch. Aussagen waren verlinkt; der Text entwickelte einen klaren Ansatz rund um Überarbeitung und herunterladbare Ergebnisse. Wer ausgewähltes Material zu einem Newsletter oder Artikel verarbeiten möchte, kann deshalb mit YouMind beginnen. In dieser Sitzung prüften wir das Dokument und die Bearbeitungsoberfläche, nicht eine separat heruntergeladene Datei oder sämtliche verlangten Zwischenergebnisse der Planung.
Der erste Entwurf hatte allerdings einen konkreten Fehler. Er bezeichnete das exportierte Ergebnis als „not a project you can reopen“, obwohl der Schlussabsatz einräumte, dass die Quellen keine Aussage über den Export von Projektdateien zuließen. Aus fehlender Dokumentation war eine negative Produktbehauptung geworden.

Das tatsächliche Dokument nach Annahme der Korrekturen. Gespräch und überarbeiteter Artikel bleiben nebeneinander sichtbar.
Wir verlangten, die Erörterung von Tarifen und Credits zu entfernen und diesen Fehlschluss zu korrigieren. YouMind schlug Änderungen direkt im Dokument vor. Wir nahmen sie über die Bearbeitungsfunktionen an und prüften den neuen Text. Die ausdrückliche, unbelegte Verneinung war verschwunden. Der Einstieg stellte die beiden Anbieter weiterhin etwas gegensätzlicher dar, als es die begrenzten Quellen rechtfertigten. Vor einer Veröffentlichung des Testartikels müsste eine Redaktion diesen Gegensatz noch abschwächen.
YouMind eignet sich als Kandidat, wenn ausgewählte Quellen und fortlaufende Textarbeit zählen. Prüfe nicht nur die Grammatik, sondern auch die Argumentation: Ein ansprechender Blickwinkel kann einen Produktunterschied erzeugen, den die Quellen gar nicht belegen.
3. Genspark: vom Briefing zur gestalteten Präsentation
Grundlage: praktisch geprüft. Genspark sollte fünf englische Folien zur Einführung von Morrow erstellen, einem fiktiven Notizbuch mit austauschbaren Einlagen. Vorgegeben waren nur drei Produktfakten: wiederverwendbarer Einband, austauschbare Papiereinlagen und drei Größen. Das Briefing nannte freiberufliche Designer als Zielgruppe, Orange und Creme als Farben und fünf Abschnitte: Problem, Produkt, Anwendungsfälle, Austausch der Einlagen und Einladung. Preise, Nachhaltigkeitsstatistiken, Kundenangaben und Kundenstimmen waren ausgeschlossen.
Genspark erstellte eine HTML-Präsentation mit fünf Folien sowie einheitlicher Farbgebung und Typografie. Im sichtbaren Ablauf wurden einzelne Folien geschrieben, Layouts geprüft und eine als unpassend bewertete Anordnung überarbeitet. Ausschlaggebend waren jedoch die sichtbaren Ergebnisse: die Präsentation, ihre Fünf-Folien-Navigation und die geänderte Folie zu den Anwendungsfällen.

Danach verlangten wir eine Änderung nur an Folie 3. Die neuen Anwendungsfälle sollten Skizzen vor Ort, die Analyse von Referenzprojekten und Notizen zu Entwurfsbesprechungen für Architekturstudierende sein. Alle drei erschienen auf der sichtbaren Folie; der Stil der Präsentation blieb erhalten. Einen Dateivergleich, der unveränderte Inhalte auf allen anderen Folien belegen würde, führten wir nicht durch. Die stärkere Behauptung, sonst sei nichts verändert worden, stammt daher vom Agenten und ist nicht unabhängig verifiziert.
In seiner Abschlusszusammenfassung ergänzte Genspark außerdem die Größenbezeichnungen small, medium und large. Das Briefing hatte lediglich „drei Größen“ genannt. Vor einer Verwendung für ein echtes Produkt wären diese Bezeichnungen zu bestätigen, ebenso wie die erfundenen Angaben im Lovart-Beispiel weiter unten.
Die praktische Grenze zeigte sich bei der Übergabe. Im Exportdialog standen PDF, PPTX und Google Slides, doch der Export war laut Hinweis Mitgliedern der Tarife Plus, Pro und Team vorbehalten. Wir buchten kein Upgrade, luden keine PPTX-Datei herunter und prüften die Bearbeitbarkeit in PowerPoint nicht.

Mit Gensparks Präsentationsworkflow lässt sich ein Briefing in einen visuellen Entwurf überführen und gezielt überarbeiten. Prüfe die Exportberechtigung, bevor du die generierte Präsentation als auslieferbare Kundendatei einplanst.
4. Lovart: Gestaltung und Überarbeitung auf derselben Arbeitsfläche
Grundlage: praktisch geprüft. Lovart erhielt dieselben Fakten zum fiktiven Morrow-Produkt. Die Aufgabe war diesmal ein quadratisches Plakat: zurückhaltendes Orange und Creme, ein Notizbuchmotiv, redaktionell wirkende Typografie und die exakte Überschrift „Keep the cover. Change the page.“
Es entstand ein erkennbares Plakat, kein bloßer Prompt-Vorschlag. Markenname, Überschrift, Notizbuch und Produktinformationen bildeten eine schlüssige Komposition. In der Sitzung wurde GPT Image Flare als Generierungswerkzeug angezeigt. Anschließend sollte nur die Überschrift in „New pages. Same notebook.“ geändert und die neue Fassung neben das Original gestellt werden.

Tatsächliche Arbeitsfläche. Die beiden Objekte werden dort unterschiedlich groß angezeigt; daraus lassen sich ihre exportierten Pixelabmessungen nicht ableiten.
Die Überschrift wurde korrekt ersetzt, beide Fassungen waren gemeinsam sichtbar. Allerdings benannte das Motiv die drei Größen als Pocket, Standard und A4. Wir hatten weder Größennamen noch Abmessungen geliefert. A4 war eine erfundene Spezifikation und blieb auch nach der Überarbeitung stehen. Ohne weitere Korrektur würden wir dieses Motiv deshalb nicht als Werbung für ein echtes Produkt veröffentlichen.
Lovart ist interessant für Kreative, die Gestaltungsrichtung, Feedback und Varianten an einem Ort entwickeln möchten. In unserem Beispiel war die visuelle Stimmigkeit stärker als die Zurückhaltung bei Fakten. Die Aussage, alles andere sei unverändert geblieben, ist kein Pixelvergleich: Wir betrachteten die sichtbaren Kompositionen, keine Datei mit bearbeitbaren Ebenen und keine gemessene Bilddifferenz.
5. OfoxAI: Videos, Bilder und alltägliche Arbeitsaufgaben im Gespräch
OfoxAI verbindet Video- und Bildgenerierung mit alltäglichen Arbeitsaufgaben in einem dialogbasierten Arbeitsbereich. Du beschreibst die Aufgabe im Gespräch und arbeitest mit weiteren Anweisungen daran weiter. Der Bildtest unten prüft nur einen Teil dieses Umfangs; Videogenerierung und alltägliche Arbeitsaufgaben haben wir für diesen Artikel nicht getestet.
Grundlage: praktisch geprüft; Beziehung zum Herausgeber offengelegt. Im Agent-Arbeitsbereich von Ofox verwendeten wir ein reines Textbriefing: ein orangefarbenes Notizbuch mit austauschbaren Einlagen und danebenliegendem Papier auf cremefarbenem Studiohintergrund. Gewünscht waren realistische Materialien, weiches Seitenlicht, ein quadratisches Bild sowie keine Schrift und kein Logo. Es gab kein Referenzfoto eines echten Produkts. Dies ist somit ein Test mit einem fiktiven Konzept, kein Nachweis für die genaue Wiedergabe eines bestehenden Artikels oder einer SKU.
Vor der Generierung gab es Probleme. Zwei Anfragen mit Claude Opus 5.5 führten zurück zur Eingabemaske, ohne eine abgeschlossene Aufgabe zu liefern. Die Ursache konnten wir nicht feststellen. Nach der Auswahl von GPT-6.1 Sol wurde die Aufgabe abgeschlossen. Das Bildergebnis nannte qwen/qwen-image-3.0 bei 1024 × 1024. Gesprächsmodell und bildgenerierendes Modell waren also verschieden.

Als Nächstes sollte nur der Hintergrund zu gedämpftem Salbeigrün wechseln. Notizbuch, Einlagen, Komposition und Beleuchtung sollten möglichst erhalten bleiben. Das zweite Bild hatte den gewünschten Hintergrund und übernahm die grundsätzliche Anordnung. Identisch war es nicht: Die Proportionen des Papierblocks und Teile der Schattierung änderten sich. Als kreative Variante ist das brauchbar; für präzise kommerzielle Produktdarstellungen wäre eine genauere Kontrolle nötig.

Beide Bilder sind zugeschnittene Screenshots der tatsächlichen Ergebnisvorschauen. Auch die bearbeitete Ausgabe zeigte Qwen-Image 3.0 und 1024 × 1024 an. Die in der Oberfläche geschätzten Kosten behandeln wir nicht als verifiziertes Preisangebot.
OfoxAI kommt infrage, wenn du visuelle Inhalte und alltägliche Arbeitsaufgaben im Gespräch bearbeiten möchtest. Dieser Lauf belegt weder Videoqualität noch perfekte Motivtreue oder eine konstante Erfolgsquote beim Absenden. Beginne bei einem echten Produkt mit einem Referenzbild und vergleiche die Details genau. Unser englischer Workflow für Produktfoto-Hintergründe behandelt diese engere Aufgabe.
6. ChatGPT Work: die aktuelle Option statt des früheren Agent-Modus
Grundlage: offizielle Dokumentation; kein Testlauf für diesen Artikel. Wer ältere Listen der besten KI-Agenten findet, sollte einen Produktwechsel beachten: OpenAIs Hilfeseite zu ChatGPT agent erklärt inzwischen, dass ChatGPT agent nicht mehr verfügbar ist, und verweist auf Work. Auf derselben Seite stehen noch ältere Abschnitte zum Agent-Modus. Deren Kontingente sind deshalb keine verlässliche Grundlage für eine aktuelle Kaufentscheidung.
Die aktuelle Work-Dokumentation beschreibt längere, mehrstufige Aufgaben mit fertigen Dokumenten, Tabellen, Präsentationen, Berichten und Sites als Ergebnissen. Sie unterscheidet Cloud-Aufgaben von Desktop-Aufgaben mit freigegebenen lokalen Dateien und Anwendungen. Der Zugang hängt von Tarif und Arbeitsbereich ab.
Als Prüfszenario schlagen wir eine Recherche mit Quellen vor, aus der innerhalb derselben Aufgabe eine Vergleichstabelle und eine Präsentation entstehen. Das ist eine redaktionelle Empfehlung anhand des dokumentierten Umfangs, kein beobachteter Abschluss. Diese Option liegt nahe, wenn du bereits in ChatGPT arbeitest. Prüfe Zugang und tatsächliche Ausgabeformate, bevor du eine ältere Agent-Anleitung übernimmst.
7. Claude Cowork: Wissensarbeit mit den eigenen Dateien
Grundlage: offizielle Dokumentation; hier nicht getestet. Anthropics Cowork-Produktleitfaden betont lokale Dateien, verbundene Anwendungen und Browserarbeit. Als Ergebnisse nennt er Dokumente, Tabellen und Präsentationen. Cowork wird ausdrücklich vom dialogorientierten Chat und dem auf Code-Repositories ausgerichteten Claude Code abgegrenzt.
Ein konkretes Prüfszenario: einen Ordner mit Lieferanten-PDFs und eine Anforderungstabelle lesen, daraus eine Vergleichsarbeitsmappe erstellen und diese nach einer geänderten Anforderung aktualisieren. Der Nutzen läge darin, Quelldateien und fertige Arbeitsmappe gemeinsam zu bearbeiten.
Wir haben dieses Szenario nicht ausgeführt, keine Formeln geprüft und keine erzeugte Arbeitsmappe geöffnet. Desktop-Einrichtung, zugelassene Ordner und relevante App-Verbindungen gehören zur Bewertung. Cowork ist ein Kandidat für dateilastige Arbeit. Geht es um einen Artikel aus wenigen gezielt ausgewählten Textquellen, zeigt der YouMind-Test in diesem Vergleich den dazu passenderen konkreten Ablauf.
8. Skywork: mehrere Ergebnisformate in einem Arbeitsbereich
Grundlage: am 19. Oktober erfasste offizielle Unterlagen; kein eigener Testlauf. Die für diese Recherche bereits gesammelten Materialien aus dem Skywork-Hilfezentrum nennen General, Documents, Slides, Sheets, Images, Websites und Videos. General wird als Arbeitsbereich für mehrstufige Aufgaben beschrieben. Das begründet die Aufnahme als Kandidat für unterschiedliche Ausgabeformate, belegt aber weder Quellenqualität noch Ergebnisgenauigkeit unabhängig.
Ein sinnvoller Test wäre ein kurzer Branchenbericht, aus dessen Erkenntnissen anschließend eine Präsentation entsteht. Entscheidend ist, ob die Quellenlinks diesen Wechsel überstehen und die Aussagen auf den fertigen Folien stützen. Zwei vorhandene Export-Schaltflächen beantworten das noch nicht.
Für diesen Artikel war uns der Browserzugriff nicht möglich. Deshalb gibt es weder einen Skywork-Test-Screenshot noch einen erzeugten Bericht oder eine Exportprüfung. Diese Zugangsbeschränkung werten wir nicht als Produktmangel. Skywork bleibt eine dokumentierte Alternative für Aufgaben, bei denen Bericht und Präsentation zusammengehören. Die Einschätzung ist weniger belastbar als bei den praktisch geprüften Einträgen.
9. Krea Agent: kreative Varianten für Bild und Video
Grundlage: offizielle Oberfläche und Produktunterlagen; hier nicht getestet. Krea Agent zeigt kreative Vorlagen für Marketing, Branding, Film und Erklärvideos. Beispiele umfassen den Wechsel von Kleidung oder Ort, Produktkampagnen und Architekturvisualisierungen. In der übergreifenden Krea-Suite werden außerdem Werkzeuge für Generierung, Bearbeitung und Verbesserung aufgeführt.
Wir würden zuerst prüfen, wie aus einer Produktreferenz mehrere Gestaltungsrichtungen entstehen und anschließend ein einzelner Hintergrund gezielt geändert wird. Das ist für Kreative interessant, die Bilder und Bewegung innerhalb einer kreativen Umgebung erkunden möchten, statt mit einem leeren Recherchechat zu beginnen.
Die Vorlagen zeigen vorgesehene Anwendungen. Sie sind kein Nachweis unsererseits dafür, dass Produkt, Gesicht oder Bewegung unverändert bleiben. Wir erzeugten kein Krea-Ergebnis, maßen keine Referenztreue und prüften kein heruntergeladenes Video. Insbesondere garantiert eine Vorlage mit dem Namen „swap“ keine exakte Erhaltung. Für visuelle Aufgaben lohnt sich ein Vergleich mit Lovart; dessen Beispiel zeigt, warum auch ein gut aussehendes Ergebnis eine Prüfung der Produktspezifikationen braucht.
10. HeyGen Video Agent: Erklärvideos mit Sprecherfigur und Bearbeitung
Grundlage: offizielle Dokumentation; hier kein Video gerendert. Die Seite zu HeyGens Video Agent beschreibt einen Szenenplan, Änderungen im Gespräch, Aufnahmen einer Sprecherfigur, B-Roll und animierte Grafiken. Außerdem nennt sie Änderungen an Bewegungselementen in AI Studio nach der Generierung. Das sind dokumentierte Bearbeitungsmöglichkeiten innerhalb der Anwendung. Sie belegen keinen Export bearbeitbarer Projektdateien für beliebige professionelle Videoschnittprogramme.
Ein passendes Prüfszenario wäre eine kurze Lektion oder Produkterklärung mit gleichbleibender Sprecherfigur, unterstützendem Bildmaterial und Untertiteln. Als Überarbeitung sollte ein Satz ersetzt werden; danach wären Sprache, Untertitel und Timing gemeinsam zu kontrollieren.
Wir führten diese Änderung nicht aus, bewerteten keine Lippensynchronität und untersuchten kein fertiges Video. Die Export-Hilfeseite dokumentiert herunterladbare Ausgaben und eine HDR-Einschränkung. Beides belegt keine universelle Projektdateikompatibilität. HeyGen ist ein Kandidat, wenn die Sprecherfigur im Mittelpunkt steht. Ein schönes Standbild oder ein Quellenvergleich über HeyGen ist kein Test seiner Videoqualität.
11. invideo Agent: aus Thema und Briefing ein Video zusammensetzen
Grundlage: offizielle Dokumentation; hier nicht getestet. Die invideo-Agent-Seite beschreibt ausdrücklich einen Agenten über Google Agentspace, der ein Skript schreibt und Bildmaterial, Sprechertext sowie Untertitel zusammenstellt. Prüfe den Zugang zu dieser Integration, bevor du davon ausgehst, dass dein reguläres invideo-Konto denselben Agent-Workflow enthält.
Ein typisches Prüfszenario ist ein kurzes Erklärvideo mit gesprochenem Text, bei dem ein Thema in eine Abfolge von Szenen übersetzt werden muss. Anders als bei einer Bewertung mit Fokus auf die Sprecherfigur stehen hier Skriptaufbau, passende Bilder, Tempo und die Frage im Vordergrund, ob der Austausch einer Szene den Rest verändert.
Wir erstellten kein Video, testeten keinen Szenenaustausch und prüften den Agentspace-Zugang nicht. Ebenso leiten wir aktuelle Exportfunktionen nicht aus einer anderen invideo-Marketingseite ab. Dieser Eintrag ist interessant, wenn das Zusammensetzen einer vollständigen Erzählung aus einem Briefing die größte Hürde ist. Kläre den genauen Einstieg und das Übergabeformat, bevor du das Produkt in einen Produktionsablauf einplanst.
12. Lindy: die organisatorische Arbeit rund um Inhalte
Grundlage: offizielle Dokumentation; hier nicht getestet. Lindy positioniert sich für Aufgaben über verbundene Geschäftsanwendungen hinweg. Die Seite zum Executive Assistant zeigt Aufgaben rund um Posteingang, Kalender, Besprechungsvorbereitung und das Nachholen verpasster Informationen. Das sind Vorführungen des Anbieters, keine Ergebnisse aus unserem Konto.
Für ein kleines Content-Unternehmen könnte ein nützlicher Ablauf darin bestehen, aus einem Kundenbriefing und der jüngsten Korrespondenz eine Besprechungsübersicht und den Entwurf einer anschließenden Nachricht zu erstellen. Das ist eine andere Aufgabe als ein Kampagnenbild oder der fertige Artikel. Ob Lindy passt, hängt von den bereits verwendeten Anwendungen und den erteilten Berechtigungen ab.
Wir verbanden kein Postfach, führten keine wiederkehrenden Aufgaben aus und versendeten keine Nachrichten. Beginne eine Bewertung mit einer reinen Entwurfsaufgabe. Prüfe Quellenbezüge, Empfänger und das Verhalten bei wiederholten Läufen, bevor du Aktionen mit realen Folgen freigibst. Lindy gehört auf die engere Liste, wenn Koordination die Arbeit aufhält. Für einen neuen kreativen Inhalt sind die oben genannten Kreativagenten die näherliegenden Kandidaten.
Was die Praxistests an unseren Empfehlungen verändert haben
Die aufschlussreichsten Ergebnisse kamen nach der ersten Ausgabe. Manus konnte eine Einschränkung ersetzen, ohne sie für den Leser relevanter zu machen. YouMind konnte einen überzeugenden Artikel aufbauen und dabei eine Quelle überdehnen. Lovart konnte eine Gestaltungsrichtung erhalten und zugleich eine Produktspezifikation erfinden. Genspark konnte Folien erzeugen und ändern, während der Export im verwendeten Konto gesperrt blieb. Ofox lieferte nach Problemen beim Absenden die gewünschte Hintergrundvariante, veränderte aber auch den Papierblock.
Das sind unterschiedliche Fehlerarten. Eine einzige Gesamtwertung würde diese Unterschiede verdecken.
Bei KI-Agenten für die Content-Erstellung würden wir mit YouMind beginnen, wenn die Quellen schon feststehen, mit Manus für einen strukturierten Recherchevergleich und mit Genspark für eine Präsentation. Für ein visuelles Konzept kommt Lovart infrage. OfoxAI ist eine breiter angelegte Gesprächsoberfläche für Video- und Bildgenerierung sowie alltägliche Arbeitsaufgaben; praktisch geprüft haben wir hier nur die Bildgenerierung und -bearbeitung. HeyGen, invideo und Krea sind die anhand von Unterlagen beschriebenen Video- und Kreativkandidaten; einen Sieger bei der Videoqualität haben unsere Tests nicht ermittelt. ChatGPT Work, Cowork, Skywork und Lindy sind besonders dann zu prüfen, wenn eine Aufgabe mehrere Dateien, Formate oder Geschäftsanwendungen umfasst.
Ein Briefing, das du vor der Entscheidung wiederverwenden kannst
Nimm eine kleine reale Aufgabe mit nicht vertraulichem Material und plane die zweite Anweisung als Teil der Bewertung ein:
Ergebnis: [ein Artikel / fünf Folien / ein quadratisches Plakat / ein kurzes Video].
Zielgruppe: [wer das Ergebnis verwenden wird].
Erlaubte Fakten und Quellen: [eine ausdrückliche Liste einfügen].
Nicht erfinden: Preise, Abmessungen, Kunden, Statistiken oder Testbehauptungen.
Ausgabe: [das für Bearbeitung oder Übergabe benötigte Format].
Kennzeichne alles, was du nicht verifizieren kannst. Nichts veröffentlichen oder senden.
Anschließende Änderung:
Ändere nur [ein konkretes Element]. Erhalte [benannte Fakten und Elemente].
Zeige das überarbeitete Ergebnis und erkläre, was nicht erhalten werden konnte.
Bei den Morrow-Aufgaben für Genspark und Lovart waren absichtlich nur wenige Fakten vorgegeben: wiederverwendbarer Einband, austauschbare Papiereinlagen und drei Größen. So ließen sich erfundene Spezifikationen leicht erkennen. Bei der Recherche prüften wir, ob Links die Schlussfolgerung stützten, nicht bloß, ob Quellen vorhanden waren. Bei den Folien öffneten wir den Exportdialog, statt die Aussage „vollständig bearbeitbar“ zu übernehmen.
Prüfe das Endergebnis, die Überarbeitung und die Übergabe getrennt. Bewahre Prompt, ursprüngliche Ausgabe und Korrektur zusammen auf. Bevor du einen Agenten im Alltag einsetzt, lass ihn eine echte Aufgabe samt anschließender Änderung bearbeiten. Öffne dann das Endergebnis und kontrolliere, ob du damit tatsächlich weiterarbeiten kannst.
